10 Fragen - 10 Antworten rund um die Homöopathie

 

1.    Was sind die besonderen Stärken der Homöopathie?
Homöopathie behandelt den ganzen Menschen und nicht nur ein bestimmtes Krankheitssymptom. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte im Körper, denn sie geht davon aus, dass jeder Körper eine Krankheit aus eigener Kraft überwinden kann. Der Körper braucht oft eben nur den entsprechenden Reiz von außen. So kann sie auch Krankheiten heilen, bei denen die Schulmedizin lediglich versucht, die Symptome zu lindern. Homöopathie beugt vor: sie kann einen Menschen „auffangen“, bevor er richtig krank wird.

2.    Bei welchen Erkrankungen kann Homöopathie helfen?
Homöopathie kann man bei allen Krankheiten einsetzen, die keiner chirurgischen oder intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Selbst schwere akute oder chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma, Migräne, Colitis, Neurodermitis oder Rheuma sind mit Homöopathie heilbar. Wichtig ist: Der Organismus muss zu einer Reaktion auf die Arznei fähig sein. Wenn Organe, Knochen, Gewebe allerdings dauerhaft geschädigt sind, können homöopathische Mittel nicht heilen. Helfen können sie aber auch in solchen Fällen. Zum Beispiel um die Begleiterscheinungen dieser Schäden- oder der Therapie dagegen - zu lindern und den Patienten seelisch zu stützen und seine Konstitution zu stärken. An ihre Grenzen kommt die Homöopathie wenn ein Patient keine individuellen Symptome hat oder diese nicht beschreiben kann. In so einem Fall kann die Ähnlichkeitsregel - Ähnliches mit Ähnlichem heilen - nicht greifen.

3.    Was ist in homöopathischen Medikamenten drin?
Homöopathische Ausgangsstoffe werden meist in Form von Kügelchen (Globuli), Lösungen (Dilutionen) oder Tabletten verarbeitet. Gewonnen werden sie aus Pflanzen (zum Beispiel Arnika, Johanniskraut, Küchenzwiebel), tierischen Substanzen ( zum Beispiel Bienen-, Spinnen- und Schlangengifte), Mineralien (z. B. Kieselerde, Magnesium) und Metallen (z. B. Eisen oder Kupfer). In der klassischen Homöopathie basiert jedes Mittel nur auf einem Grundstoff im Gegensatz zu Komplexmitteln.

4.    Warum bekommt bei der selben Erkrankung nicht jeder das gleiche Medikament?
Die Symptome, zum Beispiel beim Kopfschmerz, sind bei jedem Menschen anders, deshalb muss die Krankheit auch bei jedem Patienten individuell behandelt werden. So entstehen bei einer Person Kopfschmerzen bei Stress und bei einer anderen Person werden sie durch einen Wetterumschwung ausgelöst. Der Arzt behandelt deshalb die Kopfschmerzen mit unterschiedlichen Mitteln.

5.    Wirkt Homöopathie oder ist diese Medizin bloß Placebo?
Unter Placebo versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch ein Scheinmedikament, welches nur eine Wirkung hat, weil der Patient daran „glaubt“. Doch an Homöopathie muss man nicht glauben, sie wirkt wirklich. Das belegen zahlreiche Studien. Außerdem sprechen folgende Argumente dafür:

  • Homöopathie wirkt auch bei Säuglingen, bei Menschen im Koma und bei Tieren.
  • Ein falsch gewähltes homöopathisches Mittel wird nicht wirken, auch wenn der Patient daran glaubt. Es wird nur wirken, wenn Symptombild und Arzneimittelbild übereinstimmen.
  • Das Phänomen der „Erstverschlimmerung“ tritt auch bei Patienten auf, die an die Homöopathie glauben und eine Besserung erwarten.
  • Oft wird die Wirkung der homöopathischen Mittel auf die zeitintensive Zuwendung des Homöopathen zurückgeführt. Das würde bedeuten, dass auch Schulmediziner Krankheiten wie zum Beispiel Neurodermitis, Asthma oder ähnliches durch Zuwendung zum Patienten heilen könnten.

    6.    Haben homöopathische Medikamente auch Nebenwirkungen?
    Homöopathische Arzneien heilen ohne Nebenwirkungen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie richtig angewendet werden. Wird ein Mittel über einen längeren Zeitraum genommen, können sich Symptome entwickeln die für das Mittel typisch sind. Eine Erstverschlimmerung der Symptome, die bei homöopathischen Behandlung durchaus auftreten kann, ist keine Nebenwirkung sondern ein Zeichen dafür, dass das Mittel anschlägt und die Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert werden.

    7.    Kann ich mehrere homöopathische Mittel gleichzeitig nehmen?
    Nein. Man sollte immer nur ein homöopathisches Einzelmittel einnehmen und seine Wirkung abwarten, bevor man zu einer neuen Dosis oder zu einem neuen Mittel greift.

    8.    Schließen sich Homöopathie und Schulmedizin aus oder kann man trotz homöopathischer Behandlung auch andere Mittel, wie z. B. Aspirin nehmen?
    Streng genommen sollte man während einer homöopathischen Behandlung keine anderen Medikamente nehmen, da diese die Wirkung der homöopathischen Medikamente überdecken oder verfälschen können. Ganz wichtig ist, dass solche Dinge mit dem Arzt genau abgesprochen werden. Prinzipiell gilt: Schulmedizin und Homöopathie schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Im Idealfall ergänzen sie sich.

    9.    Hilft Homöopathie nur bei chronischen Erkrankungen oder kann sie auch in akuten Fällen eingesetzt werden?
    In akuten Fällen, zum Beispiel bei einer Schnittwunde oder einer Sportverletzung tritt eine Besserung oft schon nach Minuten ein. Ein Verletzungsmittel erster Wahl ist zum Beispiel Arnica, das in keiner Haus- oder Reiseapotheke fehlen sollte.

    10. Noch mehr Fragen zur Homöopathie?
    Gerne beantworten wir Ihre individuellen Fragen. Wenden Sie sich einfach an Ihren persönlichen Ansprechpartner bei der TBK: