Anthroposophische, homöopathische und phytotherapeutische Medikamente

 

Viele Menschen vertrauen auf die heilende Wirkung von natürlichen Arzneimitteln. Unsere TBK übernimmt die Kosten für nicht verschreibungspflichtige, aber apothekenpflichtige Arzneimittel der Anthroposophie, der Homöopathie und der Phytotherapie.

Hier erfahren Sie alles über antroposophische, homöopatische und phytotherapeutische Medikamente und über homöopatische Behandlungen sowie deren Möglichkeiten und Grenzen.

Die TBK unterstützt Sie auch bei HomöopathieMehr dazu erfahren Sie im nachfolgendem Artikel

Kostenerstattung für antroposophische, homöopatische und phytotherapeutische Medikamente

Unsere TBK erstattet Ihnen die Kosten bis zu 100 Euro pro Kalenderjahr für Ihre nicht verschreibungspflichtigen, apothekenpflichtigen und zugelassenen antroposophischen, homöopatischen und phytotherapeutischen Medikamente.

Folgende Voraussetzungen müssen hierfür vorliegen:

  • die Einnahme ist medizinisch notwendig, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder die Krankheitsbeschwerden zu lindern,
  • die ärztliche Verordnung ist auf einem Privatrezept erfolgt,
  • das Arzneimittel wurde in einer Apotheke oder im Raum des nach deutschem Recht zulässigen Versandhandels bezogen.

Für die Erstattung reichen Sie bitte die Originalverordnung des Arztes sowie die Originalrechnung ein. Bitte geben Sie Ihre aktuelle Bankverbindung an.

Die anthroposophisch Medizin behandelt nicht nur die ,Symptome‘, sondern nimmt den gesamten Menschen mit seinen seelischen und geistigen Eigenschaften und seiner individuellen Biografie wahr. Das Ziel der anthroposophischen Medizinbesteht steht darin,den Menschen als vielschichtiges Wesen in Krankheit und Gesundheit zu verstehen, um den individuellen Heilungsprozess auf allen Ebenen zu unterstützen.

Alle anthroposophischen Arzneimittel sind darauf ausgerichtet, die Selbstheilungskräfte des Organismus anzuregen.

Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und beschreibt die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitungen. Unter Phytotherapie versteht man somit die Verwendung von Heilpflanzen zur Behandlung von Krankheiten. Die Phytotherapie ist auch Bestandteil der Ayurveda-Medi-zin und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

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Homöopathische Behandlung

Homöopathie ist für unsere TBK kein Fremdwort.

Die Erst- und Folgeanamnese, Arzneimittelauswahl sowie homöopathische Analyse und Beratung erhalten unsere Versicherten unkompliziert und einfach bei Vorlage Ihrer TBK-Versichertenkarte. Wir übernehmen auch die Kosten für Ihre nicht verschreibungspflichtigen, apothekenpflichtigen, homöopathischen Arzneimittel, sofern für diese eine Verordnung auf Privatrezept erfolgte, für bis zu 100 EUR pro Kalenderjahr und Versicherten. Seit 1. Februar 2006 kooperiert unsere TBK mit den Kassenärzten und Apothekern, die sich dem Vertrag mit dem Deutschen Zentralverein Homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) e. V. angeschlossen haben.

Der Begriff Homöopathie stammt aus dem Griechischen - homoios = ähnlich - pathos = Leiden. Das Ähnlichkeitsprinzip ist bereits in Schriften von Hippokrates zu finden. Vor über 200 Jahren hat der aus Meißen stammende Arzt Samuel Hahnemann die moderne Homöopathie begründet, indem er dies als Gesetz formulierte: Similia similibus curentur - Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.

Das Mittel ruft eine Reaktion hervor, wie ein Guss mit kaltem Wasser eine nachfolgende Erwärmung hervorruft. Man kann sich die Wirkung eines homöopathischen Heilmittels vorstellen, als käme der Person eine Nachricht zu, die sie befähigt, ihre Selbstheilungskräfte optimal einzusetzen.

Die Zusatzbezeichnung „Homöopathie” ist geschützt und wird nach einer entsprechenden Ausbildung durch die zuständigen Ärztekammern verliehen. Der DZVhÄ hat mit dem 2004 eingeführten „Homöopathie-Diplom” einen Ausbildungsstandard definiert, der über die Zusatzbezeichnung hinausgeht, ein hohes Ausbildungsniveau und eine kontinuierliche Weiterbildung garantiert. Fragen Sie bei der Suche nach einer/m homöopathischen Ärztin/Arzt nach dem DZVhÄ „Homöopathie-Diplom”.

Wer ist ein homöopathischer Arzt?
In Deutschland wird die Homöopathie professionell von zwei Berufsgruppen angeboten, von Heilpraktikern und Ärzten. Obwohl die Ausbildungswege von Heilpraktikern und Ärzten grundsätzlich andere sind, gibt es immer wieder Verwirrung bei den Bezeichnungen.

Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie
Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie sind keine Heilpraktiker, keine Naturärzte und auch keine Ärzte für Naturheilverfahren. Sie haben ein ganz normales Medizinstudium absolviert und haben nach der Approbation die dreijährige berufsbegleitende Zusatzausbildung Homöopathie absolviert. Die Lerninhalte werden von den Landesärztekammern festgelegt und nur wer diese zeit- und kostenintensive Ausbildung erfolgreich absolviert hat, darf die Zusatzbezeichnung Homöopathie auf das Praxisschild schreiben. Der Begriff Homöopathie ist also geschützt. Homöopathische Arzneimittel können von Ärzten auch ohne Zusatzbezeichnung verordnet werden.

Heilpraktiker
Heilpraktiker legen eine Prüfung beim örtlichen Gesundheitsamt ab, die Voraussetzung für die weitere Ausbildung ist. Es gibt jedoch weder eine geregelte Aus- und Weiterbildung für die Homöopathie, noch ist der Begriff geschützt. Er kann auf das Praxisschild geschrieben werden, ohne dass eine entsprechende Ausbildung nachgewiesen werden muss.
Wie arbeitet ein homöopathischer Arzt?

Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen wird durch eine ausführliche ein- bis zweistündige Fallaufnahme ein möglichst exaktes Bild der Krankheit und des Kranken in allen Facetten seines körperlich-seelisch-geistigen Seins erstellt.
Wie finde ich einen homöopathischen Arzt?

Sie finden hier homöopathische Ärzte und Apotheker, die MITGLIEDER des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) sind und eine homöopathische Ausbildung nachweisen können. Viele dieser Ärzte sind darüber hinaus im Besitz des Homöopathie-Diploms des DZVhÄ; dieses Diplom geht über die von der Ärztekammer verliehene Zusatzbezeichnung hinaus.
Wenden Sie sich an die DZVhÄ-Geschäftsstelle in Bonn oder informieren Sie sich unter  www.welt-der-homoeopathie.de in der Rubrik Arztsuche.

Natursubstanzen sind nur Arzneien, wenn sie die Kraft besitzen, das menschliche Befinden zu ändern. Diese Kraft kann nur durch einen entsprechenden Versuch bestimmt werden. Die Erforschung der Wirksamkeit homöopathischer Mittel erfolgt am gesunden Menschen durch die Arzneimittelprüfung (in der Regel an homöopathischen Ärztinnen und Ärzten).

Was sind homöopathische Arzneimittel?
Ausgangsstoffe für die Herstellung homöopathischer Heilmittel sind zu ca. 80 % pflanzliche Substanzen, zu 15 % mineralischen und zu 5 % tierischen Ursprungs. Durch das spezielle Herstellungsverfahren (Potenzierung durch Verreibung oder Verschüttelung) kann die Arznei in geringsten Substanzmengen eingesetzt werden. Anhaltende gravierende Nebenwirkungen sind bei fachgerechter Anwendung praktisch unmöglich.

Die üblichste Form der Mittel sind Globuli (Kügelchen aus Rohrzucker), die mit der Arznei benetzt werden. Auch andere Darreichungsformen sind erhältlich, wie z.B. Tabletten auf Milchzuckerbasis und Tropfen. Flüssige Arzneizubereitungen sind für alkoholkranke Patienten nicht geeignet.

Die Buchstaben und Zahlen nach dem Namen des Heilmittels zeigen die jeweilige Potenzierungsmethode und -stufe an. Die Potenzierungsstufe sagt etwas über die Kraft des Heilmittels aus, eine Veränderung zu bewirken. Ausschlaggebend für den Erfolg der Behandlung ist in erster Linie die Gabe des passenden Mittels, nicht die gewählte Potenz.

Homöopathische Arzneimittel sollen (wie andere Arzneimittel auch) vor Nässe, großen Temperaturschwankungen, direkter Sonnenbestrahlung und anderen Energiequellen geschützt aufbewahrt werden. Bei der Flugabfertigung ist es z. B. sicherer, die homöopathischen Heilmittel nicht im Gepäck über das Band laufen zu lassen.

Verordnung von homöopathischen Arzneimitteln.
Jeder Mensch hat „seine“ Krankheit und braucht folglich auch „sein“ Heilmittel! D. h. nicht nur die Krankheit wird behandelt, sondern der ganze Mensch. Es gibt immer nur eine Substanz zur Zeit, die genau zu den aktuellen Beschwerden passt. Das Arzneimittel muss - aufgrund der Gesamtheit der Symptome - individuell passend für den einzelnen Patienten gewählt werden. Es gibt immer nur eine Substanz zur Zeit, die genau zu den aktuellen Beschwerden passt.

Grundsätzlich nimmt man bei höheren Potenzen ab C12/D12 zunächst einmal eine Gabe, also ca. zwei Globuli, und lässt diese unter der Zunge zergehen. Gleichzeitig und unmittelbar danach sollte der Patient nichts essen, trinken oder rauchen. Wiederholt wird das Mittel frühestens dann, wenn die Reaktion auf die erste Gabe nachlässt.

In akuten Fällen (aber auch bei der Benutzung niedriger Potenzen) kann eine schnelle Wiederholung des Mittels erforderlich sein. In Akutfällen kann das Mittel zusätzlich auch in Wasser aufgelöst getrunken werden. Das Trinkgefäß soll nur für ein Heilmittel benutzt und dann entsorgt werden, damit nicht der nächste Benutzer eine Minidosis des Mittels unfreiwillig einnimmt.
Bei Tropfen soll das Fläschchen vor der Einnahme einige Male geschüttelt werden, um die Energie des Heilmittels ein wenig zu verstärken.

Die TBK Thüringer Betriebskrankenkasse erstattet die Kosten für nicht verschreibungspflichtige apothekenpflichtige Arzneimittel der Homöopathie, sofern

  • deren Einnahme medizinisch notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder die Krankheitsbeschwerden zu lindern,
  • die Verordnung auf ein Privatrezept erfolgte,
  • das Arzneimittel in einer Apotheke oder im Raum des nach deutschem Recht zulässigen Versandhandels bezogen wurde.

Die Erstattung der Kosten erfolgt pro Arzneimittel, für alle Arzneimittel insgesamt jedoch bis zu einem Betrag von maximal 100 EUR pro Kalenderjahr, vorausgesetzt, dass individuelle Gesundheitskonto wurde im Kalenderjahr noch nicht ausgeschöpft.

Vorgesehene Zuzahlungen sind in Abzug zu bringen.

Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln.
Die Wirkung des Heilmittels setzt in dem Augenblick ein, in dem die Person damit in Berührung kommt. Trotzdem wird meistens nicht sofort eine Änderung des Befindens bemerkt. Bei akuten Zuständen kann schon nach wenigen Minuten Linderung eintreten, bei chronischen Leiden rechnet man mit Tagen. Manchmal nehmen die Beschwerden für einige Stunden bis Tage zu oder es können alte, derzeit verborgene Krankheitszeichen kurz wieder aufflackern.

Diese Erstreaktion ist ein Zeichen, dass das Mittel gut gewählt ist, wenn sich anschließend eine deutliche Besserung einstellt. Bei der Beurteilung der Reaktion auf das Mittel müssen sowohl körperliche als auch Geistes- und Gemütssymptome erfasst und entsprechend beurteilt werden.

Die Homöopathie bietet viele Möglichkeiten, das weis, wer sie schon am eigenen Leib erfahren hat - aber sie ist kein Allheilmittel. Dr. Ulf Riker, Internist mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie aus München, beschreibt in der Zeitschrift 'Homöopathie' die Möglichkeiten der Methode.

In der Hand des erfahrenen ärztlichen Behandlers erweist sich die Homöopathie Hahnemanns seit mehr als 200 Jahren als kraftvolle Heilmethode, die in der Lage ist, den aus seinem gesunden Lot geratenen Menschen durch individuell ausgewählte und genau definierte Arzneien wieder auf den Weg zur Gesundheit zu führen. Dies gelingt immer dann am Besten, wenn die Auswahl des passendsten Heilmittels nach den klaren Regeln der Klassischen Homöopathie erfolgt und der Weg zur Mittelfindung frei ist von spekulativen „übersinnlichen Ergrübelungen“, so Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie. Die Methode ist keine schamanistische, „placebo-gestützte“ Heilslehre, sondern eine rationale Heilkunst, welche neben einwandfrei hergestellten Arzneien den aufgeschlossenen und mündigen Patienten ebenso voraussetzt wie den bestmöglich ausgebildeten, mit Einfühlungsvermögen und zu klarer Analyse fähigen, kritisch beobachtenden homöopathischen Arzt oder Ärztin.

Homöopathie wirkt nach dem „Reiz-Reaktions-Prinzip“; sie bedient sich dabei sehr zahlreicher, genau definierter Reizqualitäten - repräsentiert durch die große Zahl bekannter homöopathischer Arzneien - sowie wohl abgewogener Reizquantitäten - in Form der unterschiedlichen Potenzierungsgrade. Ein Reiz kann nur dann Wirkung zeigen, wenn das System - der menschliche oder tierische Organismus - auf den er Einfluss nimmt, zu einer adäquaten Reaktion überhaupt (noch) in der Lage ist. Die homöopathische Arznei braucht als „Resonanzboden“ eine intakte Reaktionsfähigkeit. Voraussetzung hierfür ist das, was Hahnemann als „Lebenskraft“ bezeichnet hat. Ist diese Lebensenergie durch schwere oder chronische Krankheit geschwächt oder erschöpft, so wird sie nur noch schwach oder gar nicht mehr auf Heilreize reagieren können. Sind Funktionen eingeschränkt und Strukturen - Gewebe oder Organe - zerstört kann keine adäquate Reaktion erfolgen. Eine gewebszerstörende Krankheit lässt keine homöopathische Heilung mehr zu.

Voraussetzung für das Wirksamwerden einer homöopathischen Arznei im Sinne einer Heilung sind

  • intakte Regulationsmechanismen und
  • intakte Organstrukturen.

Die Homöopathie kann bei den folgenden Gruppen von Krankheitsbildern erfolgreich sein, da hier in aller Regel die Voraussetzungen noch weitgehend intakt sind, auf Reize zu ragieren:

  • psychovegetative Störungen, zum Beispiel Schlafstörungen, Ängste oder Depressionen
  • funktionelle Erkrankungen, wie Migräne, Menstruationsstörungen oder hoher oder niedriger Blutdruck
  • allergische Erkrankungen, etwa Heuschnupfen, Ekzeme oder Asthma
  • entzündliche Erkrankungen, soweit sie noch nicht zu Organveränderungen geführt haben: unter anderem Nebenhöhleninfekte, Blasenentzündung und entzündliche Darmerkrankungen

Wie jede andere Disziplin in der Medizin hat auch die Homöopathie ihre Grenzen. Diese zu kennen ist Grundvoraussetzung für eine seriöse und glaubwürdige Anwendung der Methode. Grenzen lassen sich finden auf Seiten des Patienten, seiner Erkrankung, aber auch auf Seiten des homöopathischen Arztes und nicht zuletzt in der Methode selbst.

Der Patient
Unverzichtbare Voraussetzung seitens des Patienten ist seine Fähigkeit, seine Krankheitsphänomene bewusst wahrzunehmen und dann auch noch möglichst authentisch zu schildern bzw. in Worte zu fassen. Er sollte die Klassische Homöopathie und ihre Hintergründe kennen, um den Therapieverlauf aktiv und kritisch begleiten zu können.

Vertrauen zum Arzt und Geduld im therapeutischen Prozess sind gerade bei chronischen oder schwereren Erkrankungen weitere Voraussetzungen. Nicht zuletzt muss seine „Lebenskraft“ als Resonanzboden für die homöopathische Arznei ausreichen, damit Besserung der Beschwerden und sogar Heilung möglich wird.

Der Arzt
Voraussetzungen auf Seiten des homöopathischen Arztes sind eine fundierte und anerkannte Ausbildung mit entsprechend großer Arzneimittelkenntnis, regelmäßige eigene Fortbildung und Supervision und ausreichend lange Erfahrung in der Praxis. Aber auch die menschliche Fähigkeit, eine tragfähige und auf Vertrauen gründende Beziehung zum Patienten herzustellen, Einfühlungsvermögen und nicht zuletzt Geschick in der Gesprächs - und Anamneseführung gehören zum Handwerkszeug des erfolgreichen homöopathischen Arztes.

Erkrankungen, bei denen der homöopathische Arzt auf oftmals unüberwindliche Schwierigkeiten stößt und Heilung im besten Sinne nicht mehr möglich sein wird, stellen degenerative Erkrankungen - wie etwa die Parkinsonsche Erkrankung - oder solche mit bereits zerstörten Organstrukturen – zum Beispiel Erkrankungen der Herzklappen oder narbige Veränderungen am Magenausgang nach wiederholten Magengeschwüren - dar. Aber auch schwere, chronische und über lange Zeit schulmedizinisch „unterdrückend“ behandelte Krankheiten gehören ebenso wie Tumorerkrankungen und Krankheiten mit wenigen oder keinen homöopathisch verwertbaren Symptomen in die Hände besonders erfahrener homöopathischer Ärztinnen und Ärzte, die womöglich noch zusätzlich eine fachärztliche Kompetenz, etwa als Gynäkologen, Neurologen, Kinderärzte oder Internisten besitzen.

Die Methode
Die Methode findet ihre Grenze dort, wo die Ähnlichkeitsregel - Similia similibus curentur - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt - nicht (mehr) anwendbar ist. Dies ist der Fall, wenn Patienten zum Beispiel keine individuellen Symptome wahrnehmen oder beschreiben können, oder auch, wenn Krankheiten keine homöopathisch verwertbaren Symptome hervorrufen.

Das Fehlen zuverlässiger Arzneimittelprüfungen und praktischer Erfahrungen bei seltenen, „kleinen“ homöopathischen Mitteln kann im Einzelfall ebenso ein Hindernis für das Wirksamwerden der Homöopathie darstellen wie die Güte der Zubereitung der Arzneien. Und nicht zuletzt gibt es nicht selten sogenannte „Heilhindernisse“ in der Konstitution – etwa eine Bindegewebsschwäche oder eine Wirbelsäulenverkrümmung - oder im beruflichen bzw. psychosozialen Umfeld des Patienten - zum Beispiel der regelmäßige Kontakt mit schädigenden Chemikalien, unlösbare Spannungen am Arbeitsplatz oder Konflikte in der Partnerschaft. Heilungshindernisse müssen erkannt und unter Umständen durch andere Maßnahmen beseitigt werden, wenn dies möglich ist. Fehlen einzelne oder mehrere der genannten Voraussetzungen, so können die Grenzen der Homöopathie mehr oder weniger rasch erreicht werden.

Die glaubwürdige und konsequente Anwendung der Homöopathie setzt voraus, dass der behandelnde Arzt sich dieser Grenzen bewusst ist und seinen Patienten im Einzelfall auf bestehende Erschwernisse und Hindernisse für eine Heilung im aufklärenden Gespräch hinweist. Nur unter diesen Umständen bleibt die Klassische Homöopathie Hahnemanns eine rationale Heilkunst.

Diese TBK-Mitarbeiter/-innen kennen sich mit dem Thema aus, und stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung:

Frau Anette Zitzmann

0361 / 652-1760
anette.zitzmann@tbk-gesundheit.de

Frau Nicole Haas

0361 / 652-1741
nicole.haas@tbk-gesundheit.de