Heilmittel und Hilfsmittel

 

Pillen und Tropfen sind nicht immer genug.
Es gibt Krankheiten oder Leiden, die lassen sich nicht ausschließlich mit Medikamenten behandeln. Der Arzt muss andere bzw. zusätzliche Maßnahmen ergreifen - er verordnet Heilmittel oder Hilfsmittel. Auch in diesem Fall haben Sie mit der TBK einen starken Partner an Ihrer Seite, unbürokratisch und schnell.
 

 

Doch was genau ist ein Heilmittel oder ein Hilfsmittel? Und für welche Leistungen übernimmt die TBK die Kosten? Wann ist eine Zuzahlung nötig? Für welche Maßnahmen kann die TBK nicht aufkommen? Die Antworten hierzu gibt es im Folgenden.

Der Begriff "Heilmittel" umfasst persönlich zu erbringende medizinische Leistungen. Heilmittel sind Dienstleistungen von speziell ausgebildeten Ärzten bzw. Therapeuten.

Als Heilmittel gelten:

  • Physikalische Therapie z.B. Massage, Ultraschall, Krankengymnastik usw.
  • Beschäftigungs- und Arbeitstherapie
  • Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
  • Podologische Therapie (Medizinische Fußpflege)

Ihr Arzt darf Ihnen nur dann Heilmittel verordnen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Bei der Auswahl der Heilmittel hat sich der Arzt nach einem indikationsbezogenen Katalog verordnungsfähiger Heilmittel (Heilmittelkatalog) zu richten. Danach ist für bestimmte Indikationen auch die Verwendung mehrerer Heilmittel bzw. von Heilmittelkombinationen möglich.
 
In der Verordnung ist auch anzugeben, ob die Patienten einzeln oder in Gruppen behandelt werden sollen. In besonderen Fällen kann die Heilmittelversorgung auch außerhalb der Praxis, insbesondere zu Hause, durchgeführt werden, z. B. wenn der Patient den Therapeuten aus medizinischen Gründen nicht aufsuchen kann.
 
Ärztlich verordnete Heilmittel stellt Ihnen die TBK durch einen zugelassenen Therapeuten zur Verfügung. Will der Arzt vom Umfang der im Heilmittelkatalog vorgegebenen Begrenzungen abweichen, ist im Einzelfall ggf. eine vorherige Genehmigung durch Ihre TBK notwendig. Hierauf werden Sie der Arzt oder der Therapeut aufmerksam machen.

Die gesetzlich vorgesehene Zuzahlung beträgt 10 % der Kosten und 10 EUR je Verordnung.

Hilfe da, wo sie gebraucht wird.

Manche Krankheiten oder Beschwerden kann ein Patient nur überwinden, wenn ihm geeignete Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Dazu zählen zum Beispiel Hörgeräte, Bandagen, Rollstühle, etc. Für jedes Hilfsmittel benötigen Sie eine Verordnung von Ihrem behandelnden Arzt. Hilfsmittel können jedoch nur verordnet werden, wenn Sie eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung sind und nicht als Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind.
 
Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten eine Zuzahlung in Höhe von 10% für jedes Hilfsmittel, mindestens 5,00 EUR und maximal 10,00 EUR (jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten). Bei Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, beträgt die Zuzahlung 10% je Packung, jedoch maximal 10,00 EUR für den gesamten Monatsbedarf.