Häusliche Krankenpflege / Haushaltshilfe - Im Falle eines Falles: Wir lassen Sie nicht allein.

 

Krank sein ist schlimm genug. Doch wer verbringt seine Zeit schon gern im Krankenhaus oder bleibt länger dort, als es unbedingt nötig ist? In den meisten Fällen ist es angenehmer, im eigenen wohnlichen Umfeld gesund gepflegt zu werden. Ihre TBK trägt dafür Sorge, dass qualifiziertes Fachpersonal die Pflege übernimmt.

Kann wegen der Erkrankung der Haushalt nicht mehr weitergeführt werden, übernimmt die TBK auch die Kosten für eine Haushaltshilfe. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick, unter welchen Voraussetzungen "Häusliche Krankenpflege" und "Haushaltshilfe" zur Verfügung gestellt werden können.

Haushaltshilfe

Wer bisher seinen Haushalt selbst geführt hat und dazu aus den folgenden Anlässen nicht mehr in der Lage ist, erhält Haushaltshilfe. Gründe hierfür können sein:

  • Inanspruchnahme häuslicher Krankenpflege anstelle einer stationären Krankenhausbehandlung
  • stationäre Krankenhausbehandlung
  • ambulante oder stationäre medizinische Vorsorge bzw. Rehabilitation
  • medizinische Vorsorge bzw. Rehabilitation in einer Einrichtung des Mütter-Genesungswerkes oder einer vergleichbaren Einrichtung (Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Maßnahme)
  • Krankheit, wenn die TBK Kostenträger der Behandlung ist

Die Grundvoraussetzung ist dabei natürlich ein bestehendes Versicherungsverhältnis bei der TBK, sei es durch eigene Mitgliedschaft oder im Rahmen der Familienversicherung. Voraussetzung ist auch, dass es keine andere Person im Haushalt gibt, die in der Lage ist, diesen weiterzuführen. Denn ein gemeinsamer Haushalt ist nun mal eine gemeinsame Aufgabe.

Anstelle einer Haushaltshilfe kann in bestimmten Fällen auch die Mitnahme eines Kindes an den Rehabilitationsort oder die anderweitige Unterbringung des Kindes in Frage kommen. Details hierzu erhalten Sie von Ihrem zuständigen Ansprechpartner. Folgende Fragen sind hierbei zu beantworten: Es ist notwendig, dass im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder auf Grund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist. Dies ist altersunabhängig. Entscheidend ist, dass Ihr Kind auf Dauer im Haushalt lebt. Es ist gleichgültig, ob es sich um ein leibliches, ein Stief-, Pflege- oder Adoptionspflegekind handelt.


Schwangerschaft und Entbindung

Es besteht ebenfalls Anspruch auf Haushaltshilfe:

  • während einer stationären Entbindung,
  •  bei frühzeitiger Rückkehr aus der stationären Entbindung,
  •  bei einer Hausentbindung oder
  •  bei ärztlich angeordneter Bettruhe der Schwangeren

Es ist jedoch nicht erforderlich, dass ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes Kind im Haushalt des Versicherten lebt. Sämtliche anderen Voraussetzungen für die Haushaltshilfe müssen jedoch erfüllt sein.

Grundsätzlich stellt die TBK eine Ersatzkraft. Dazu gehen wir für Sie in Vorleistung. Häufig jedoch (wünschen Sie sich) eine bekannte Vertrauensperson aus der Verwandtschaft, dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Diese Wahl respektieren wir und beteiligen uns in angemessenem Rahmen an den Kosten.

Kostenerstattung bei Verwandten
Für die selbst beschaffte Ersatzkraft, die mit dem Versicherten bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert ist, also z. B. Eltern, Geschwister oder Großeltern ist eine Tagespauschale als Erstattung nicht möglich. Nachgewiesene Fahrkosten und Verdienstausfall werden ersetzt. Eine Erstattung erfolgt bis zu dem Betrag, welchen wir für eine fremde Ersatzkraft aufgewändet hätten.

Die Leistungsdauer
Der Anspruch auf Haushaltshilfe ist zeitlich nicht beschränkt. Sie wird so lange zur Verfügung gestellt, wie Ihnen wegen der genannten Maßnahmen eine Weiterführung Ihres Haushaltes nicht möglich ist. Sie tragen eine Zuzahlung in Höhe von 10 % der Kosten, mind. 5 EUR, max. 10 EUR.

Häusliche Krankenpflege

Anlass und Umfang

Häusliche Krankenpflege wird aus zwei verschiedenen Anlässen zur  Verfügung gestellt:
Zum einen wird die häusliche Krankenpflege anstelle einer Krankenhausbehandlung übernommen. Das ist dann der Fall, wenn eine Behandlung im Krankenhaus zwar geboten, aber nicht ausführbar ist oder, wenn sie durch die häusliche Krankenpflege vermieden oder verkürzt wird. Der Kranke erhält Grundpflege, Behandlungspflege und hauswirtschaftliche Versorgung.  Zum anderen wird die häusliche Krankenpflege von Ihrer TBK übernommen, wenn diese zur Sicherung des Ziels der ärztlichen Behandlung erforderlich ist. Sie schließt insbesondere Maßnahmen der Behandlungspflege ein.

Die TBK stellt für die häusliche Krankenpflege grundsätzlich qualifiziertes Fachpersonal zur Verfügung. Ist dies nicht möglich, werden auch Pflegepersonen anerkannt, die der Kranke sich selbst beschafft. In diesem Fall werden dem Versicherten die Kosten in angemessener Höhe erstattet. Der Anspruch auf häusliche Krankenpflege besteht ohne zeitliche Begrenzung.

Wenn Sie häusliche Krankenpflege benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt. Er stellt Ihnen eine Verordnung aus, die Sie bei uns zur Genehmigung einreichen. Sie tragen eine Zuzahlung in Höhe von 10 % der Kosten, mind. 5 EUR, max. 10 EUR.

Diese TBK-Mitarbeiter/-innen kennen sich mit dem Thema aus, und stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung:

Frau Nicole Haas

0361 / 652-1741
nicole.haas@tbk-gesundheit.de